Normale Angestellte lieben einfach ihr Büro und bleiben dort wesentlich länger als 40 Stunden, weil es dort so gemütlich und angenehm ist. Wer eingesehen hat, dass man in seinem Office seine Lebenszeit fristet, möchte es wenigstens gemütlich haben. Das ist auch ganz in Ordnung, kostet aber etwas Zeit. Denn eine gute Atmosphäre stellt sich nicht über Nacht ein. Wen wundert es, das sich viele Beamte liebevoll um ihre Topfpflanzen kümmern und Bilder ihrer Enkel aufhängen. Dadurch wird das Business Center sicher nicht zwingend schöner, aber wenigstens persönlicher. Es ist der alte Streit zwischen den Chefs und Architekten und den Angestellten: die einen wollen es schlicht und ästhetisch, die anderen persönlich und gemütlich. Meist setzen sich die Angestellten durch, denn sie betrachten das Büro als ihren privaten Lebensraum. Und da haben sie ja nicht ganz Unrecht. Denn schließlich arbeitet nur der gerne, der sich wohl fühlt. Es ist also nicht besonders schlau, die Individualisierung zu behindern. Wenigstens sollte man mit seinen Leuten offen reden, denke ich.